Wisst ihr, wer den FC verlässt? Modeste, Modeste, Anthony Modeste…

Wie verschiedene Medien berichten kann der Kult-Song um noch FC-Stürmerstar Anthony Modeste nun um eine weitere Strophe ergänzt werden. Allerdings um eine Strophe, auf die viele FC-Fans gerne verzichtet hätten. Es verdichten sich aber die Hinweise, dass Anthony Modeste dem Ruf des Geldes folgt, auch wenn eine offizielle Bestätigung noch fehlt.

Die Ablösesumme, die aktuell kolportiert wird, stellt alle Transfereinnahmen in der Geschichte des 1. FC Köln in den Schatten und würde den Verein auf einen Schlag schuldenfrei machen. Wenn man bedenkt, dass Modeste vor gerade einmal zwei Jahren für knappe 5 Millionen Euro von Liga-Konkurrent Hoffenheim an den Rhein gewechselt ist, kann man von einer außerordentlichen Wertentwicklung sprechen – einem Glücksfall für die Geißböcke.

Zumindest finanziell kann man diese Aussage unterstreichen, aber da ist natürlich bei den Fans auch noch eine emotionale Seite.

Rückblick:
Wenige Spieltage vor dem Ende der Saison 2014/2015 tauchte auf einmal ein Bild vom damaligen FC-Topstürmer Anthony Ujah auf, der zu einem damals ungünstigen Zeitpunkt einen Wechsel zu Werder Bremen frühzeitig öffentlich machte. Für eine in den Medien genannte Ablösesumme von 4,5 – 5 Millionen Euro verließ der Nigerianer den Verein Richtung Norden. In 35 Partien (32x Bundesliga und 3x DFB-Pokal) schoss er insgesamt 12 Tore.

Damals war auch die Befürchtung, dass man für diese Summe keinen adäquaten Ersatz bekommen könnte, einen Stürmer der einen ähnlichen Preis hat und auch aus dem Stand für mehr als 10 Tore gut ist.

Doch Jörg Schmadtke holte Anthony Modeste geldmäßig fast 1:1 als unzufriedenen Stürmer von der Hoffenheimer Bank, der dort weder genügend Einsätze noch das Vertrauen des damaligen Trainers hatte.

Aller Skepsis zum Trotz schoss Modeste aber in seinem ersten Jahr in 36 Einsätzen gleich 18 Tore für den 1. FC Köln und schnell wurde einem bewusst, dass Schmadtke bei dem Transfer ein glückliches Händchen bewiesen hat. Doch was im zweiten Jahr seiner Zeit bei den Geißböcken dann passierte, damit hätten wohl die kühnsten Träumer nicht gerechnet.

Bis zum Schluss kämpfte Modeste mit den Liga-Topstürmern Lewandoski und Aubameyang um die Torjägerkanone und am Ende hatte er in 37 Partien sagenhafte 27 Mal eingenetzt. Diese Werte in einer Mannschaft zu erreichen, die bei weitem nicht soviel Ballbesitz und Chancen hat, wie die Teams seiner beiden Konkurrenten um die Torjägerkanone war außergewöhnlich. Dies brachte so manchen Experten auch zu dem Schluss, dass die Leistung des Kölner Stürmers eigentlich wesentlich höher anzurechnen ist.

Modeste war damit natürlich der Garant für den sensationellen 5. Tabellenplatz des 1. FC Köln am Ende der abgelaufenen Saison.

Viele FC-Fans haben jetzt die Sorge, dass man auch mit den aufgerufenen 35 Millionen so einfach keinen Stürmer findet, der fast 30 Tore in einer Saison schießen kann. Aber ehrlich gesagt, muss man das überhaupt?

Es gab und gibt keine Garantien, dass der auch schon 29 Jahre alte Modeste im kommenden Jahr nochmal so oft getroffen hätte. Was wenn er sich schwer verletzten würde?

Auch wenn es emotional vielleicht schwer fällt zu akzeptieren, der mögliche Wechsel von Anthony Modeste ist und wenn auch nur für 35 Millionen Euro und nicht für über 50 Millionen Ablöse, wie im Winter geboten wurden, ein Glücksfall beziehungsweise eine große Chance für den 1. FC Köln.

Wenn es der sportlichen Leitung gelingt durch die eingenommenen Millionen den Kader auf breitere Beine zu stellen und sagen wir mal 3-4 Ersatzleute zu holen die potentiell für 7-10 Tore gut sind, dann kann der Verein dadurch Variabilität gewinnen, schwerer ausrechen barer für die Gegner werden und vor allem auch die zusätzliche „Belastung“, die durch die Europapokalteilnahme auf den Verein zukommt, kompensieren. Eigentlich kann der 1. FC Köln durch diese außergewöhnliche Transfereinnahme nur gewinnen.

Für Anthony Modeste ist es der große Vertrag, auf den jeder Spieler im Laufe seiner begrenzten Karriere hofft, bei aller eigener emotionaler Bindung zum Verein und vor allem zu den Fans des 1. FC Köln muss man das auch aus seiner Sicht realistisch sehen. Wer weiß wie lange die Knochen noch halten und mit 29 ist man dem Karriereende schon näher, als man vielleicht hoffen mag. Auch er muss an seine Zukunft und die finanzielle Absicherung seiner Familie denken und ehrlich gesagt, wer würde an seiner Stelle nicht wechseln, wenn man aus dem Stand auf einmal ein vielfaches seines bisherigen Gehaltes bekommen kann.

Sicherlich ist die chinesische Liga nicht die sportliche Herausforderung und auf der Bühne des Europapokals hätte Modeste sicherlich eine ganz andere Präsenz haben können, als es in China jemals möglich ist, aber trotzdem muss man auch diese einmalige Chance sehen und verstehen, dass manchmal auch der Kopf und nicht das Herz entscheiden muss.

Wenn man alle Emotionen bei Seite schiebt, dann sieht man am Ende des Transfers eigentlich nur Gewinner.

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Quelle Schlaunews.de

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