Wenn günstig so richtig teuer wird: Dubiose Angebote rund ums Dach

Ein Unbekannter läutet an der Haustüre und bietet einen Mittelklassewagen zum Festpreis an. Niemand käme auf die Idee, auf so ein Geschäft einzugehen. Schon gar nicht, ohne den Vergleich mit anderen Angeboten.

Seltsamerweise aber funktioniert diese Art von Geschäft oft, wenn es um eine Dachsanierung durch mobile Hand-werkerkolonnen geht. „Gutgläubig vertrauen Hausbesitzer das wichtigste Bauteil des Hauses unbekannten Handwerkern an und zahlen ungeprüft den vorgeschlagenen Preis“, weiß der Sprecher des Dachdeckerhandwerks Baden-Württemberg, Landesinnungsverband, über die zweifelhaften Erfolge der „Dach-Haie“ zu berichten.

Die meist älteren Hausbesitzer werden meist über den „Umweg“ eines kostenlosen DachChecks zur Auftragsvergabe überrumpelt. Dabei steht das Ergebnis der angeblich fachgerechten Dachüberprüfung bereits vorher fest. Selbst intakte Dächer werden von den dubiosen Handwerkern als „dringend sanierungsbedürftig“ eingestuft. Dann folgt ein vermeintlich günstiges Angebot zur Sanierung. Meist aber ist der vorgeschlagene Preis drastisch überhöht und die er-brachte Leistung hat selten etwas mit den Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks zu tun. Pfusch pur.

Beliebt sind auch „Messeangebote“ zur Dachreinigung und anschließenden Beschichtung. Als Ergebnis wird ein praktisch neuwertiges Dach zum Niedrigpreis versprochen. Doch auch mit einer Neulackierung wird kein verrostetes Auto zum Neuwagen.

Besonders problematisch bei der nachträglichen Dachbeschichtung, die übrigens kein einziger Bedachungshersteller für seine Produkte freigegeben hat: Wie ein Film bedeckt die Beschichtung die Dacheindeckung. Da jedes Dachelement aber z. B. bei Sturm in Bewegung ist, reißt dieser „Schutzfilm“. Durch die Haarrisse dringt Feuchtigkeit ein. Die Folge ist oft schon nach wenigen Jahren das Abplatzen der Beschichtung. Dann bleibt nur noch die Neueindeckung, die sich der Hausbesitzer eigentlich ersparen wollte. Außerdem werden die physikalischen Eigenschaften von Dachziegeln negativ beeinflusst.

Auch bei der Hochdruckreinigung des Daches werden – nicht selten zusätzlich durch die unfachmännische Begehung der Dachfläche – erhebliche Schäden verursacht. Dabei beeinflussen weder Algen oder Flechten noch Vogelkot eine intakte Dacheindeckung negativ.

Um Dachschäden durch unqualifizierte Handwerker und dubiose Angebote zu vermeiden, rät der Dach-Experte des baden-württembergischen Landesinnungsverbandes: 1. Grundsätzlich keine Haustürgeschäfte abschließen. 2. Dachüberprüfungen und Reparaturen am besten nur ortsansässigen Dachdecker-Innungsbetrieben überlassen, die auch im Falle der Gewährleistung nahe am Objekt sind. 3. Stets Angebote vergleichen und bei „Wundermitteln und -methoden“ sicherheitshalber bei der örtlichen Dachdecker-Innung nachfragen.

Adressen von qualifizierten Dachdecker-Innungsbetrieben gibt es bei der Dachdecker-Innung in der Nähe und im Internet unter www.dachdecker.de

Ansprechpartner:

Herr Harald Friedrich
HF.Redaktion
Telefon: +49 (81) 659397-54
Fax: +49 (81) 659397-55
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Quelle (lifePR)

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