San Francisco führt vegetarischen Wochentag ein

San Francisco führt den Meat Free Monday ein. Gesundheits- und Klimaschutz stehen im Vordergrund.

San Francisco ist die erste US-amerikanische Stadt, die das Konzept des vegetarischen Wochentags aufgreift. Am Dienstag (06.04.2010) stimmte das »San Francisco Board of Supervisors« einer Resolution zu, die den Montag als »Vegetarian Day« bezeichnet, und über den Restaurants, Supermärkte und Schulen aufgefordert werden, ihr vegetarisches Angebot deutlich auszuweiten.
Die Resolution betont die ökologischen Vorteile der vegetarischen bzw. veganen Ernährung, und sie beschreibt diese als »wahrhaft grüne Ernährung«. Dabei wird sowohl auf eine Studie vom Worldwatch Institute Bezug genommen, nach der die Fleischproduktion für 51% der vom Menschen verursachten Klimagasemissionen verantwortlich ist als auch Nobelpreisträger Rajendra Pachauri erwähnt, der dazu rät, den Fleischkonsum aus Umweltgründen zu reduzieren.
Weiterhin führt die Resolution die vielen gesundheitlichen Vorteile einer pflanzenbasierten Ernährung und die damit verbundenen Kosteneinsparungen im Gesundheitssektor auf. Dabei wird die American Dietetic Association zitiert, die als größter Ärzteverband der USA darauf hinweist, dass ein reduzierter Fleischkonsum u.a. das Risiko senkt, an Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und mehrere Krebsarten zu erkranken.
Neben diesen Vorteilen hebt die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt hervor, dass ein reduzierter Fleischkonsum den Tieren zugutekommt und außerdem dazu beitragen kann, das Welthungerproblem zu lösen, da die Fleischproduktion für die Verschwendung gigantischer Soja- und Getreidemengen verantwortlich ist: 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der weltweiten Sojaernte werden zu Nutztierfutter verarbeitet.
Die Stiftung hat über 100 Bürgermeister und Bürgermeisterinnen angeschrieben, um für die Einführung eines vegetarischen Wochentags zu werben. Mehrere deutsche Städte haben ihr Interesse bekundet und arbeiten an der Umsetzung. In Schwerin bleibt die städtische Kantine freitags fleischfrei, und Bremen hat den vegetarischen Donnerstag eingeführt. »Wir hoffen, dass viele weitere Städte diesen guten Vorbildern folgen und zum Wohle von Mensch, Tier und Umwelt vegetarische Wochentage einführen«, sagt Wolfgang Schindler, Präsident der Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt.
Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt setzt sich erfolgreich gegen die industrialisierte Massentierhaltung ein und wirbt für den vegetarischen und veganen Lebensstil. Mehr erfahren Sie auf http://albert-schweitzer-stiftung.de.

Den englischen Originaltext der Resolution finden Sie auf http://www.sfbos.org/ftp/uploadedfiles/bdsupvrs/bosagendas/materials/bag040610_100413.pdf

Die gemeinnützige Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt wurde im Jahr 2000 von Rechtsanwalt Wolfgang Schindler als politisch und weltanschaulich ungebundene Tierschutzorganisation gegründet. Sie finanziert sich aus den Erträgen des Stiftungskapitals sowie aus Förderbeiträgen und Spenden. Ihren Namen erhielt die Stiftung von Rhena Schweitzer, der Tochter Albert Schweitzers.
Die Stiftungsaufgabe ist es, möglichst viel Leid zu vermindern. Deshalb setzen sich die Stiftung vor allem für die so genannten »Nutztiere« ein. Mit 60 Milliarden Tieren, die jedes Jahr unter meist unvorstellbaren Bedingungen kostenoptimiert gemästet und getötet werden, ist das Engagement für diese Tiere die wohl größte Aufgabe, der man sich stellen kann.
Die Albert Schweitzer Stiftung wirkt darauf hin, Haltungsbedingungen zu verbessern sowie die Überzüchtung (Qualzucht) der Tiere zurückzufahren. Außerdem stärk sie die vegetarische Idee, da der Stiftung keine Haltungsform bekannt ist, die man als wirklich artgerecht bezeichnen könnte.

Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt
Mahi Klosterhalfen
Schoelerpark 5
10715
Berlin
presse@albert-schweitzer-stiftung.de
030 – 86 39 16 59

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