OB Hilgen würdigt Verdienste Lauritz Lauritzens

100. Geburtstag des früheren Kasseler Oberbürgermeisters
„Sein Name steht in enger Verbindung mit den Jahren des Wiederaufbaus unserer Stadt nach den furchtbaren Zerstörungen im 2. Weltkrieg sowie der Etablierung Kassels als Weltmetropole im Bereich zeitgenössischer Kunst“, würdigte Oberbürgermeister Bertram Hilgen das Wirken des ehemaligen Stadtoberhauptes Dr. Lauritz Lauritzen anlässlich dessen 100. Geburtstages am 20. Januar. Der Jurist, 1910 im schleswig-holsteinischen Plön geboren, war in der Zeit von 1954 bis 1963 Oberbürgermeister der Stadt und damit unmittelbarer Nachfolger des Kasseler Ehrenbürgers Willi Seidel.

Unter Lauritzens Regie seien in Zeiten des „Wirtschaftswunders“ viele weitere Weichen für die Nachkriegsentwicklung unserer Stadt gestellt worden, so OB Bertram Hilgen im städtischen Pressedienst. Den Bereichen Wohnungsbau und Wirtschaftsförderung habe Lauritzen ganz besonderes Augenmerk geschenkt . In seiner Amtszeit seien Bauten und Verkehrslösungen entstanden, auf die Kassel lange Zeit stolz gewesen sei, wie der Bau der Wohngebiete Auefeld und Helleböhn oder der Ausbau des Innenstadtrings.

Auch den Möglichkeiten Kassels im Tourismus und als Tagungsort sei Lauritzen immer aufgeschlossen gewesen, erklärte Hilgen. Die Chance, mit der von seinem Vorgänger Willi Seidel angeregten ersten Bundesgartenschau im Jahr 1955 den Namen Kassels über die Landesgrenzen hinaus bekannt zu machen, sei vorbildhaft genutzt worden.

Mehr noch hätten die im gleichen Jahr veranstaltete erste „documenta“ und die 1959 organisierte „documenta II“ für weltweites Echo gesorgt. „Heute ist die weltweit größte Ausstellung moderner Kunst untrennbar mit Kassel verbunden und macht uns alle fünf Jahre zum Treffpunkt nationaler und internationaler Kunstliebhaber. Den Zusatz documenta-Stadt trägt Kassel mit Stolz im Namen“, so der Oberbürgermeister weiter.

Die fachlichen Qualitäten Dr. Lauritz Lauritzens blieben auch dem aus Kassel stammenden damaligen Hessischen Ministerpräsidenten Georg August Zinn nicht verborgen, so dass er ihn 1963 als Minister für Justiz und Bundesangelegenheiten in das Wiesbadener Kabinett holte. Mit der Bildung der Großen Koalition in Bonn wurde der ehemalige Kasseler OB am 1. Dezember 1966 als Bundesminister für Wohnungswesen und Städtebau in die von Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger geleitete Bundesregierung berufen.

Nach der Bundestagswahl 1969 behielt Lauritzen dieses Amt auch unter Bundeskanzler Willy Brandt. 1972 wurde er zusätzlich zum Bundesminister für Verkehr auch zum Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen ernannt. Mit dem Rücktritt von Willy Brandt schied auch Lauritzen am 7. Mai 1974 aus der Bundesregierung aus. Bis zu seinem Tode am 5. Juni 1980 war Dr. Lauritz Lauritzen Mitglied des Deutschen Bundestages.

Mit einem Kranz auf seinem Grab in Bad Honnef wird die Stadt Kassel den Jubilar ehren und ihm gedenken, sagte Oberbürgermeister Hilgen abschließend.

Stadt Kassel, Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Stadt Kassel
Sascha Stiebing
Rathaus
34112
Kassel
sascha.stiebing@stadt-kassel.de
0561-7871231
http://www.stadt-kassel.de/cms01/index_start.html

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen