Muttertag in Corona-Zeiten: Blumengruß per Internet!

ARAG Experten über Rechte beim Onlinekauf von frischen Blumen

Mit einem Strauß Blumen bei Mama zu Kaffee und Kuchen vorbeischauen, das ist für viele am Muttertag eigentlich selbstverständlich. Ein Hindernis für den Muttertagsgruß könnte das Coronavirus darstellen, denn auch wenn Kontakt- und Besuchsverbot auch für Alten- und Pflegeheime teilweise gelockert wurden – auf private Reisen und Besuche ohne zwingenden Grund sollte weitestgehend verzichtet werden. Da bleibt eigentlich nur der Blumengruß per Online-Bestellung. Aber funktioniert das? Kommen die Blumen tatsächlich frisch an? Und was passiert, wenn der Strauß welk ist oder nicht der Bestellung entspricht? Abgesehen davon, dass man seiner Schwiegermutter in so einem Fall erst einmal aus dem Weg gehen sollte – darf man den Strauß einfach wieder zurückschicken? Und wer ist verantwortlich, wenn die Blumen gar nicht ankommen? ARAG Experten kennen die Antworten auf diese dringenden Fragen.

Rückgaberecht bei Onlinekäufen
Jeder Online-Besteller hat das Recht, den Vertrag innerhalb von 14 Tagen zu widerrufen. Immer, wenn die bestellte Ware beim Paketdienst festhängt, zunächst an den falschen Empfänger ausgeliefert wurde oder einfach nicht gefällt, kann man als Kunde das gesetzliche Widerrufsrecht als Joker ziehen. Und jetzt das große „Aber“ der ARAG Experten: Bei Blumenbestellungen gilt dieses Rückgaberecht nicht. Denn Schnittblumen sind schnell verderblich und können vom Händler anschließend nicht noch einmal verkauft werden. Nur bei Blumen im Topf sieht es anders aus. Die darf man – sogar ohne Angabe von Gründen – innerhalb von zwei Wochen zurückgeben.

Sorgfalt bei der Online-Bestellung
Um Ärger mit falsch oder zu spät gelieferten Blumen – und damit womöglich auch mit der Ehefrau – zu vermeiden, raten die ARAG Experten daher, den Blumenstrauß im Netz sorgfältig auszuwählen. In der Regel bemühen sich die Online-Anbieter, so nah wie möglich am abgebildeten Vorbild zu bleiben, es kann jedoch immer wieder passieren, dass saisonal bedingt nicht alle Blumen verfügbar sind und auf Ersatzblumen zurückgegriffen werden muss. Auch die korrekte Schreibweise der Empfängeradresse verhindert Probleme und Verzögerungen bei der Lieferung. Zu Stoßzeiten wie z. B. dem Muttertag kann es zudem sein, dass der Händler längere Lieferzeiten hat. Die ARAG Experten raten auch zu einem Blick in die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Manche Händler wälzen das Risiko einer verspäteten Standardbestellung auf den Besteller ab. Verbraucher sollten sich eine pünktliche Lieferung daher ausdrücklich zusichern lassen; oft ist diese allerdings mit Mehrkosten verbunden.

Frische wird garantiert
Auch wenn das Widerrufsrecht für Online-Blumen nicht gilt: Welke Blumen müssen nicht angenommen werden. Und die meisten Händler bieten eine sieben Tage dauernde Frische-Garantie an. Dazu werden die Sträuße so gebunden, dass die Blumen erst beim Kunden richtig aufblühen. Das Problem dabei: Meist sieht man die Blumen, die man online verschenkt, ja gar nicht. Und die meisten Mütter sind wahrscheinlich froh, einen Muttertags-Gruß zu bekommen und werden sich kaum überhängende Rosenköpfe beschweren. Hat man jedoch die Chance, einen Blick auf sein Geschenk zu werfen und stellt fest, dass die Blumen schon bei Ankunft schlapp sind oder bereits nach kurzer Zeit verwelken, kann man nach Auskunft der ARAG Experten von seinem Gewährleistungsrecht Gebrauch machen und sein Geld zurückfordern. Wird der Blumenstrauß durch einen Floristikpartner vor Ort geliefert, besteht unter Umständen sogar die Möglichkeit auf Nachbesserung.

Pünktliche Lieferung
Wer benötigt schon Blumen einen Tag nach Muttertag? Ist die Lieferung des Blumenstraußes zum Muttertag vereinbart oder wirbt der Online-Händler mit einer pünktlichen Lieferung, ist das Geschäft fix. In dem Fall darf der Kunde sein Geld zurückverlangen. Auch wenn man einen Express-Zuschlag für eine Punktlandung zum Muttertag bezahlt hat oder wenn die Blumen gar nicht ankommen, darf man sein Geld zurückfordern.

Doch ob Online-Bestellung oder der schnelle Strauß vom Supermarkt: Wer am Muttertag ohne Blumen dasteht, hat schlechte Karten. Und muss hoffen, dass die Schwiegermutter im Urlaub, die Mutter nachsichtig und die Ehefrau entspannt ist.

Weitere interessante Informationen unter:
https://www.arag.de/service/infos-und-news/rechtstipps-und-gerichtsurteile/sonstige/

Die ARAG ist das größte Familienunternehmen in der deutschen Assekuranz und versteht sich als vielseitiger Qualitätsversicherer. Neben ihrem Schwerpunkt im Rechtsschutzgeschäft bietet sie ihren Kunden in Deutschland auch attraktive, bedarfsorientierte Produkte und Services aus einer Hand in den Bereichen Komposit, Gesundheit und Vorsorge. Aktiv in insgesamt 19 Ländern – inklusive den USA, Kanada und Australien – nimmt die ARAG zudem über ihre internationalen Niederlassungen, Gesellschaften und Beteiligungen in vielen internationalen Märkten mit ihren Rechtsschutzversicherungen und Rechtsdienstleistungen eine führende Position ein. Mit mehr als 4.100 Mitarbeitern erwirtschaftet der Konzern ein Umsatz- und Beitragsvolumen von rund 1,7 Milliarden EUR.

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