Leidenschaftlich für Gott und die Menschen – Initiativen im Priesterjahr

Im Priesterjahr der Weltkirche feiert Schönstatt 100 Jahre Priestertum seines Gründers, Pater Josef Kentenich. Dazu sind zahlreiche Veranstaltungen geplant – und nicht nur für Priester.
„Wir sind stolz darauf, einen Gründer zu haben, der als Priester eine solche Fruchtbarkeit seines Lebens geschenkt bekommen hat.

Er ist ein Priester, der durch eine Jugendkrise gereift ist, der große Wagnisse einging, der sein Leben aufs Spiel gesetzt hat und die Auseinandersetzung mit der Führung der Kirche nicht gescheut hat.

Er ist ein Priester, der von Gott sprach, als sei er gerade bei ihm gewesen. Seine Liebe zu Maria hat alle seine Seelenkräfte geweckt und alles pastorale Handeln durchtränkt.

Er hatte ein großes Herz voller Beziehungskraft zu jedem Menschen, der ihm begegnete. Sein Priestertum ist für uns eine Quelle der Freude. Das wollen wir in der Kirche öffentlich bezeugen“, so Pater Heinrich Walter, Vorsitzender des Generalrpäsidiums der internationalen Schönstatt-Bewegung. „Er war nicht einfach der Spender der Sakramente, er war Beziehungsgestalter, Menschenbildner, Bündnisknüpfer, Organisationsstratege, prophetischer Deuter der Zeit. Wie ernst hat er von Anfang an die Laien genommen in der Mitverantwortung!“ – und das zu einer Zeit, nämlich Anfang des 20. Jahrhunderts, als dies noch durchaus nicht gängige Praxis in der katholischen Kirche war.
Pfarrer Josef Treutlein, ebenfalls in der Vorbereitung stark engagiert, erläurtert: “ Unter engagierten Christen wird leidenschaftlich debattiert: Was wird aus dem Priesterberuf? Was wird aus unseren Gemeinden? Wie sieht der Priestertyp aus, den wir in einer völlig säkularisierten Gesellschaft und in einer sich rasant verändernden „kirchlichen Landschaft“ brauchen? Andere fragen schon gar nicht mehr. Sie erwarten sich von Kirche nichts mehr. Ist der Beruf des ehelosen Priesters ein „Auslaufmodell“?
Priesterjahr – für wen?

Das von Papst Benedikt XVI. ausgerufene „Priesterjahr“ will die Priester ermutigen. Es geht aber nicht nur die Priester etwas an. Alle dürfen ihr Christsein als Berufung verstehen, entweder aus dem „Taufpriestertum“ heraus oder aus dem geweihten „Priestertum des Dienstes“. Und sie müssen sich fragen, was sie echt „priesterlich“ für einander tun können, damit Glaube lebt und Gemeinschaft wächst.
Es trifft sich gut, dass die Feierlichkeiten zum 100. Priesterjubiläum P. Kentenichs 2010 „ausgerechnet“ ins Priesterjahr fallen. Er ist ein hinreißendes Beispiel dafür, wie ein Priester als „Mann Gottes“ gelebt und gewirkt hat.Wir sind dankbar für ihn und dürfen ihn einer großen Öffentlichkeit zeigen.“
Das geschieht zunächst zusammen mit der Fokolar-Bewegung und einigen anderen Initiatoren bei einem Priestertreffen im Rahmen der Abschlussfeiern des Priesterjahres in Rom am 9. Juni 2010 in der Audienzhalle Paul VI. Am 20. Juni ist in Schönstatt ein Fest, zu dem etwa 2000- 3000 Menschen erwartet werden; es steht unter dem Titel: „Leidenschaftlich für Gott und die Menschen“. Einer der Höhepunkte wird die festliche Eucharistiefeier mit hunderten von Priestern sein, der Kardinal Claudio Hummes, als Präfekt der Kleruskongregation, Rom, verantwortlich für das Priesterjahr, vorstehen wird.
Anschließend stehen drei Tage Programm exklusiv für Priester an. bei dem in Austausch und Reflektion, Besinnung, Lobpreis und Anbetung, in Feier und priesterlicher Gemeinschaft Quellen eines Priestertums – leidenschaftlich für Gott und den Menschen gelebt – erschlossen werden. Es geht um Entfaltungschancen des Priesters heute, veranschaulicht an Dimensionen des Priestertums von Pater Kentenich. Ganz konkret wird Geisteserneuerung nach Kentenich als monatliche Praxis eingeübt – Supervision vom Guten Hirten höchstpersönlich soszusagen.
Weitere Initiativen sind ein Festgottesdienst im Limburger Dom am 8. Juli, dem 100. Priesterweihetag Pater Kentenichs, mit dem Bischof von Limburg, und ein Fußpilgermarsch von Limburg nach Schönstatt – 3 Tage – in den Anliegen um gute Priester.
„Ein unübersehbares Zeichen der Zeit ist heute das Priestertum. Viele Nachrichten und Ereignisse weisen immer wieder hin auf das Priestertum; oft handelt es sich dabei um Skandale, die dem Klerus die Schamröte ins Gesicht treiben und uns alle zutiefst schmerzen; Skandale, die zudem von den entsprechenden Medien gebürhend aufgebauscht werden.Gott sei Dank fehlen auch nicht die leuchtenden Beispiele tapferer Priester, die ihr Leben für ihre Hirtensendung einsetzen“, so Pater Juan Pablo Catoggio, Argentinien, der für die zweite Jahreshälfte eine große Priestertagung in seinem Land vorbereitet. Statt ins allgemeine Lamento einzustimmen, will Schönstatt „leuchtende Priestergestalten“ zeigen – als Anregung und Ermutigung für viele.

Information zu den Veranstaltungen: http://cmsms.schoenstatt.de/de/priesterjahr2010.htm

Pressestelle der internationalen Schönstatt-Bewegung
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