Immer häufiger entbinden Schwangere in Deutschland per Kaiserschnitt: Von bundesweit 663 000 Frauen, die im Jahr 2008 ihr Kind im Krankenhaus zur Welt brachten, wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 200 000 (30,2%) durch Kaiserschnitt entbunden. Seit 1991, dem Beginn der statistischen Erhebungen auf bundeseinheitlicher Rechtsgrundlage, hat sich der Anteil der Kaiserschnittentbindungen nahezu verdoppelt. Damals lag die Rate der Schnittentbindungen mit 126 000 von 823 000 Entbindungen bei 15,3%.
Im regionalen Vergleich wurden 2008 anteilig die meisten Kaiserschnittentbindungen (36,8%) im Saarland vorgenommen, gefolgt von Bremen (33,0%) und Hessen (32,9%). In Sachsen wurde dagegen nur bei etwa jeder fünften Entbindung (21,7%) ein Kaiserschnitt durchgeführt.
Mechanische Hilfsmittel wie die Saugglocke (Vakuumextraktion) oder die Geburtszange werden bei Krankenhausentbindungen immer seltener zur Geburtshilfe eingesetzt. Bei 32 000 Entbindungen im Jahr 2008 (4,8%) erfolgte eine Vakuumextraktion, der Anteil der Entbindungen mit Hilfe der Geburtszange lag bei nur noch 0,7% (4 500 Fälle). Dabei wurde die Vakuumextraktion noch am häufigsten in Berlin vorgenommen (8,0%), die Zangengeburt war in Thüringen mit 1,4% aller Entbindungen im regionalen Vergleich am weitesten verbreitet.
Quelle pressrelations.de
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