Eine Geschwindigkeitsbegrenzung für kleine Nutzfahrzeuge und Lieferwagen (bis 3,5 t) auf 100 km/h könnte bis zu 8 % CO2-Ausstoß einsparen helfen, meinen die europäischen Umweltaktivisten von “Transport & Environment” (T&E). Sie fordern daher nicht nur eine EU-weite Einführung von verpflichtenden Grenzwerten für CO2-Emissionen von neuen Lieferfahrzeugen, sondern auch ein Tempolimit von 100 km/h. Damit würde zudem die Umweltbelastung durch ältere Kleinlaster sofort abnehmen. Zugleich könnte man eine Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit und eine Senkung des Lärmpegels erreichen. Freiwillige Initiativen von britischen Unternehmen wie British Gas, TNT oder Royal Mail hätten gezeigt, dass eingebaute Geschwindigkeitsbegrenzer auf 70 mph (oder rund 110 km/h) darüber hinaus viel Kraftstoff sparen helfen. Derzeit machen kleine Nutzfahrzeuge nach ARCDInformationen 13 % des europäischen Fuhrparks aus. Nicht zuletzt aufgrund der sukzessiven Mauteinführung für Lkw ist die entsprechende europäische Flotte zwischen 2002 und 2007 um rund 50 % gewachsen und nimmt weiter zu. Kleintransporter sind jedoch die einzige Kategorie von Fahrzeugen, für die noch keine EU-weiten Emissionsgrenzwerte gelten. Diese Gesetzeslücke will EU-Umweltkommissar Stavros Dimas spätestens im Oktober mit einem Richtlinien-Vorschlag schließen, der eine radikale Drosselung der CO2-Abgase von neuen Nutzfahrzeugen bis 3,5 t auf 175 g/km ab Juli 2013 vorsieht. Der durchschnittliche CO2- Ausstoß von neuen Transportern liegt laut Angaben des europäischen Automobilherstellerverbands ACEA derzeit bei 203 g/km.
Quelle (lifePR)
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