Deutscher Wetterdienst auf der E-World 2009 in Essen
Die Auswirkung des Klimawandels auf die Energiewirtschaft ist in diesem Jahr eines der Hauptthemen auf der Essener Energiemesse E-World 2009. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) informiert dort u. a. über Klimastatistiken und Klimaprojektionen. Guido Halbig, Klima-Experte des DWD, sagte dazu heute in Essen: “Unsere regionalen Klimaprojektionen zeigen, wie sich in den nächsten Jahrzehnten die Temperaturen und Niederschläge auf Grund des Klimawandels lokal verändern können und was dies für den Energieverbrauch vor Ort bedeuten wird.” Daneben stellt der DWD neue Berechnungen der Klimafaktoren für die Energieausweise sowie spezielle Wettervorhersagen für die Energiewirtschaft vor.
Klimawandel beeinflusst zunehmend den Energieverbrauch
Regionale Klimastatistiken und Projektionen zeigen den künftigen Anstieg der mittleren Temperaturen sowie Veränderungen im Niederschlagsverhalten. Der zu erwartende Klimawandel wird sich auch auf den Energieverbrauch für das Heizen und Kühlen in Deutschland auswirken, insbesondere in den städtischen Ballungszentren. Die Informationen des DWD sind wichtige Planungswerkzeuge für die politischen Entscheidungsträger, aber auch für Städteplaner, die Energiewirtschaft und für Hausbesitzer.
Klimafaktoren des DWD für Energieausweise jetzt im Internet
Bei der Erstellung von Energieausweisen für Gebäude im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) erfolgt die Bereinigung des Heizenergieverbrauchs vom Klima- und Witterungseinfluss mit Hilfe so genannter Klimafaktoren. Der Deutsche Wetterdienst hat die Klimafaktoren mit einem Regressionsverfahren flächendeckend für ganz Deutschland neu berechnet. Die Datenbasis hierfür sind rund 400 DWD-Messstationen. Für jeden der ca. 8.400 Postleitzahlbezirke werden fortlaufend aktuelle Klimafaktor berechnet. Diese sind kostenfrei im Internet unter www.dwd.de/klimafaktoren abrufbar.
Spezielle Vorhersagen für die Energiewirtschaft
Die Energiewirtschaft ist in besonderem Maße von der Witterung abhängig. Für diese hält der DWD verschiedene spezielle Wettervorhersagen mit unterschiedlicher Vorhersagedauer bereit. Neu sind beispielsweise räumlich hoch aufgelöste 18-Stunden-Vorhersagen für Windenergieanlagen im Offshore-Bereich. Die Informationen helfen den Betreibern beim Betrieb der Anlagen und der Bereitstellung einer gleichmäßigen Stromversorgung.
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Quelle (lifePR)
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