Noch immer versuchen Archivare und freiwillige Helferinnen und Helfer die Dokumente des eingestürzten Kölner Stadtarchivs zu retten. Inzwischen sind auch die Zahlen der mikroverfilmten Kölner Dokumente nach oben korrigiert. In der Akutphase des Unglücks standen zunächst die Rettung der Vermissten und die Trümmerräumung im Vordergrund. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) hat in der Vergangenheit nach aktuellen Angaben 6.369 Filme aus Köln im Barbarastollen eingelagert, dem Zentralen Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland nahe Freiburg. Das entspricht rund zehn Millionen Einzelaufnahmen, die dort in Edelstahlfässern mindestens 500 Jahre für Folgegenerationen verwahrt werden.
„Kurz nach dem Unglück konnten wir nur eine wage Schätzung über die eingelagerten Dokumente abgeben. Wir sind natürlich froh, dass die Zahl der Filme und Aufnahmen entgegen der ersten Annahmen weitaus höher ist“, bestätigt Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. „Das Ereignis zeigt, wie wichtig die Sicherungsverfilmung von Kulturgütern ist, obwohl die Haager Konvention allein den Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten vorsieht.“
Die Kölner Bestände reichen von den Urkunden der Hanse über Akten der Rheinischen Zeitung bis hin zu Kölner Stamm- und Wappenbüchern. Der letzte aus Köln eingelagerte Film stammt aus dem Jahr 2007. Das Stadtarchiv Köln ist seit Beginn der Sicherungsverfilmung im Jahre 1961 als eine von drei Verfilmungsstellen des Landes NRW ausgewiesen.
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Ursula Fuchs
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Quelle (Pressrelations)
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