Tagfahrlicht: Experten mahnen zur Vorsicht beim Nachrüsten


In den Mängellisten der von Prüforganisationen durchgeführten Hauptuntersuchungen stehen nach wie vor Probleme mit der Beleuchtungsanlage der Fahrzeuge mit an der Spitze. Die Gründe hierfür liegen auch bei den für die Nachrüstung der Lichtanlage benutzten Teilen und deren fehlerhaften Montage. Eine Richtlinie der EUKommission schreibt zwar erst ab Februar 2011 vor, dass alle neu auf den Markt kommenden Modelle im Pkw- und Kleintransporterbereich Tagfahrleuchten haben müssen. Solche Leuchten sind aber schon jetzt bei vielen Fahrzeugbesitzern beliebt. “Der Nachrüstmarkt boomt also - leider mit ebenso viel Schatten wie Licht”, warnt die Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Sachverständiger KÜS in einer Mitteilung. Es gebe bei den einschlägigen Händlern und vor allem im Internet viele Angebote für den nachträglichen Einbau. “Ohne Rücksicht auf die korrekte Verwendung im Straßenverkehr wird alles gekauft und verbaut”. Die KÜS empfiehlt daher, einige wichtige Regeln bei der Nachrüstung von Tagfahrleuchten zu beachten. So dürfen sie nur alleine betrieben werden oder mit dem Standlicht eingeschaltet sein, nicht aber mit dem Abblendlicht. Mindestens 250 mm, höchstens aber 1.500 mm Abstand über dem Boden sind bei der Montage zulässig.

Der Außenrand darf nicht mehr als 400 mm von jenem des Fahrzeugs entfernt sein, die Innenränder müssen mindestens 600 mm Abstand voneinander haben. Dieser kann auf 400 mm verringert werden, wenn die Gesamtbreite des Fahrzeugs weniger als 1.300 mm ist. Wer gegen diese Vorschriften verstößt, muss bei der Hauptuntersuchung mit der Bewertung “Erheblicher Mangel” rechnen. Das Fahren mit Licht am Tag ist bisher in mehr als 20 europäischen Ländern voll oder eingeschränkt vorgeschrieben. In Deutschland plante Bundesverkehrsminister Tiefensee bis zuletzt eine gesetzliche Vorschrift für Tagfahrlicht. Befürworter sehen die Vorteile vor allem in der besseren Erkennbarkeit der Fahrzeuge und damit in geringeren Unfallgefahren. Die Gegner monieren den Mehrverbrauch an Kraftstoff und Leuchtmitteln. Zudem sei die besondere Erkennbarkeit von Motorrädern gefährdet, für die Fahren mit Abblendlicht längst Pflicht ist. ARCD

Quelle (lifePR)

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