Im Fokus: Wege der Holzmobilisierung

(openPR) – 150 Teilnehmer beim 4. Forum „Marketing Forst & Holz“ auf der LIGNA+ HANNOVER 2007.

29. Mai 2007 (HAF, Bonn) – Die LIGNA+ HANNOVER 2007 bildete den Rahmen für das 4. Forum „Marketing Forst & Holz“ des Holzabsatzfonds. Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 16. Mai stand die Darstellung von Möglichkeiten der Holzmobilisierung im Privatwald. Zehn Referenten zeigten die Herausforderungen auf und präsentierten Lösungs-perspektiven zur Bewältigung der Aufgabe, bislang wirtschaftlich nur wenig motivierte Privatwaldbesitzer zur Nutzung ihres Waldeigentums zu ermuntern und damit zusätzlich Rohstoffreserven zu erschließen. Rund 150 Teilnehmer bestätigen die hohe Bedeutung, die der Rohstoff-mobilisierung von Seiten der Forst- und Holzwirtschaft beigemessen wird. „In unseren heimischen Wäldern in Privatbesitz schlummert ein enormes Potenzial zur Steigerung der Holzverwendung. Hier bietet sich die Chance, den bedeutenden Beitrag der Forst- und Holzwirtschaft zum Klimaschutz noch weiter auszubauen“, erklärte Dirk Alfter, Vorstandsvorsitzender des Holzabsatzfonds. Durch die gestiegene Nachfrage seitens der Nachfrager aus der Holzwirtschaft werde die Mobilisierung der Holzvorräte insbesondere im Kleinprivatwald auch wirtschaftlich zunehmend interessant.

Fachvorträge spiegelten vielfältige Fassetten
Erfahrungen aus der Praxis erläuterte Professor Dr. Dr. h.c. Gero Becker, Universität Freiburg. In seinem Beitrag „Erfolgsfaktoren Roh-holzmobilisierung – Erfahrungen aus zwei Jahren Mobilisierung in Eifel und Lausitz“ beschrieb er die positiven Erfahrungen aus zwei Pilotprojekten des Holzabsatzfonds, die noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Hubertus Mauerhof vom Referat Forstpolitik des Ministeriums für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz Rheinland Pfalz sprach anschließend über das Zusammenspiel zwischen Organisationen des Privatwaldes und der Gemeinschaftsforstverwaltung als Beitrag zur Holzmobilisierung. Über die unterschiedlichen Einstellungsmuster von Privatwaldbesitzern sowie Möglichkeiten der Heranführung an die wirtschaftliche Nutzung ihrer Waldflächen referierten Dr. Christoph Schurr (Staatsbetrieb Sachsen) und Professor Dr. Michael Suda, TU München. In ihren Beiträgen machten sie deutlich, dass nur auf die jeweiligen Verhältnisse und die unterschiedlichen Akteure angepasste Maßnahmen Aussicht auf Erfolg haben, passive Waldbesitzer zu einem aktiveren Handeln zu veranlassen. Rupprecht Freiherr von Reitzenstein von der RH Internationales Holzkontor GmbH zeigte Perspektiven auf, welche Rolle größere Privatwaldbetriebe als Motor der Mobilisierung im Kleinprivatwald spielen können.

Dass es für die Holzmobilisierung teilweise ausgereifte Konzepte, allerdings keine Patentrezepte gibt, stellte Marko Wötzel vom Unternehmen Stora Enso Wood Supply in seinem Beitrag zum Thema „Initiativen der Mobilisierung durch die Holzindustrie“ fest. Die Herausforderung sieht er in der Bündelung der Kleinstmengen, die in Privatwäldern mobilisiert werden können. Sehr gute Kooperationen seien dabei mit forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen möglich.
Die Vorstellung solcher Zusammenschlüsse war eines der Schwerpunktthemen des Forums. So beschrieb Hugo Wirthensohn, Vorstand der Wald-Säge-Fuchstal eG, in seinem Vortrag „Kooperation von Forst- und Holzwirtschaft als Weg zur erfolgreichen Holzmobilisierung“ das Konzept einer Wald-Holz-Genossenschaft. Udo Schmitz vom Forstservice U. & M. Schmitz GbR umriss in Ergänzung hierzu die Rolle freier Forstunternehmer bei der Holzmobilisierung.

Um das Holz aus Kleinprivatwäldern optimal einer Nutzung zuführen zu können, ist eine umfassende Bestandsaufnahme der Waldbesitzverhältnisse sowie der oftmals kleinteiligen Waldstrukturen notwendig. Unterschiedliche zielführende Instrumente hierzu sowie Beispiele für die Einbeziehung von Waldeigentümern in konzertierte Erntemaßnahmen präsentierte Dr. Bernd Wippel von der Gesellschaft für Managementconsulting Becker, Borchers, Wippel. Für den Blick über den heimischen Tellerrand sorgte Dr. Ute Seeling, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzverbände e.V. Sie stellte eine derzeit laufende Studie vor, in der verschiedene europäische Nachbarländer zum Thema Holzmobilisierung befragt werden. Ziel ist es, aus besonders beachtenswerten Maßnahmen in anderen Ländern zusätzliche Anregungen für die Rohholzmobilisierung in Deutschland zu gewinnen.

Dirk Alfter stellte am Schluss der Veranstaltung das neue „Impulsprogramm Mobilisierung“ vor, das sich als Maßnahmenbündel unterschiedlichster Instrumente versteht, um Akteure der Forst- und Holzwirtschaft bei ihren Anstrengungen zur Mobilisierung der vorhandenen Rohstoffreserven wirksam zu unterstützen. Kernstück bildet hierbei ein aktuell aufgelegtes Förderprogramm Mobilisierung, das ab sofort als Download auf der Homepage des Holzabsatzfonds (www.holzabsatzfonds.de/Rubrik Förderprogramme) zur Verfügung steht.

Weitere Informationen rund um das Thema Holz gibt es im Internet unter http://www.infoholz.de/ und http://www.holzabsatzfonds.de/. Für vertiefende Informationen zum Bau- und Werkstoff Holz steht die Homepage http://www.informationsdienst-holz.de/ zu Verfügung. Über die Exportmarke GERMANTIMBER informiert die Seite http://www.germantimber.com/.
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Der Holzabsatzfonds ist die zentrale Marketingeinrichtung der deutschen Forst- und Holzwirtschaft. Er unterstützt die Branche mit überregionalen und regionalen Marketingmaßnahmen zur erfolgreichen Erschließung neuer Märkte im In- und Ausland mit modernen Mitteln und Methoden.

Holz ist der Rohstoff des 3. Jahrtausends. Deutschlands Wälder weisen die größten Holzvorräte in Europa auf. Sie sind die Basis für das „Cluster Forst & Holz“, das allein in Deutschland Arbeitsplätze für rund 1 Millionen Menschen schafft. Aufgrund der unvergleichlichen Ökobilanz von Holz und Holzprodukten, sowie der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten ist eine verstärkte Holznutzung und -verwendung von zentraler Bedeutung für Klimaschutz, Arbeitsplatzsicherung und nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Eine verstärkte Holzverwendung im In- und Ausland sichert zudem dauerhaft den Erhalt der heimischen Wälder und unterstützt damit deren positiven Leistungen für die gesamte Gesellschaft.

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