Heizen mit CO2-kompensierten Brennstoffen

Emissionsausgleich durch Klimaschutzprojekte

Heizen mit CO2-kompensierten Brennstoffen

Foto: stock.adobe.com / VRD (No. 6170)

sup.- Der CO2-Ausstoß durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ist mitverantwortlich für die Erderwärmung. Besonders das Heizen in der kälteren Jahreszeit trägt zu den klimaschädlichen Treibhausgasemissionen bei. Durch die Integration erneuerbarer Energien z. B. mit einer Solaranlage können wir heute die Nutzung klassischer Brennstoffe wie Gas oder Heizöl schon deutlich reduzieren. Ein völliger Verzicht auf diese fossilen Energieträger wird in Deutschland aber noch lange nicht möglich sein. Umso wichtiger ist es, die Wärmeerzeugung mit Hilfe moderner Heiztechnik so energieeffizient wie möglich zu betreiben. Und noch wichtiger ist es, alle Optionen zur Emissionsvermeidung bzw. zum Ausgleich unvermeidbarer Emissionen auszuschöpfen.

Dazu gehört heute auch die so genannte freiwillige CO2-Kompensation beim Energieverbrauch. Wenn ein Hausbesitzer beispielsweise „CO2-neutrales“ Heizöl bestellt, dann wird der Ausstoß, der aus dem Verbrauch dieser Menge resultiert, an anderer Stelle durch anerkannte Klimaschutzprojekte exakt ausgeglichen. Es spielt dabei keine Rolle, an welchem Ort der Erde diese Emissionsreduzierung durchgeführt wird, denn Klimaschutz ist eine globale Herausforderung. „Wichtig ist, dass es ohne den Mechanismus der Kompensation das Klimaschutzprojekt nicht gegeben hätte“, erläutert das Umweltbundesamt. Denn nur dieses Kriterium der Zusätzlichkeit kann einen echten Emissionsausgleich gewährleisten.

Der Brennstoffhändler muss die Kompensation der von ihm verkauften Energieprodukte durch Zertifikate nachweisen. Ein Zertifikat steht dabei für eine Tonne eingespartes CO2-Äquivalent, wie die Einheit der Emissionen bezeichnet wird. Ob die Ausgleichsberechnungen korrekt durchgeführt wurden, kann ein privater Energieverbraucher natürlich nicht überprüfen. Deshalb wurde mit dem „RAL-Gütezeichen CO2-kompensierte Energieprodukte“ jetzt ein zuverlässiges Kontrollsystem eingeführt. Das Gütezeichen ist der Nachweis eines vollständig transparenten und nachvollziehbaren Verrechnungsvorgangs ( www.guetezeichen-energiehandel.de). Neutrale Sachverständige bzw. Prüfstellen nehmen dafür den gesamten Prozess aus Verträgen, Rechnungen, Minderungszertifikaten und anderen Dokumenten unter die Lupe, um Missbrauch oder beispielsweise den Mehrfachverkauf von Zertifikaten zu verhindern.

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