Haus Tannenkamp: Ohne Einbindung der Eltern ist die Heimerziehung weniger erfolgreich

5-Tage-Gruppen sind eine innovative Form der Hilfen zur Erziehung

Die so genannten 5-Tage-Gruppen sind eine besondere Form der Heimerziehung. Eltern werden nicht von ihren Kindern getrennt, sondern erhalten eine gezielte Unterstützung und Förderung. Die Erfolge sind beachtlich und helfen allen Beteiligten: den Kindern, den Eltern, den öffentlichen Kassen und der Gesellschaft. Bereits nach durchschnittlich zwei Jahren kehren die Kinder wieder vollständig in ihre Familie zurück und finden dort eine förderlichere Umgebung vor.

„Heimerziehung war klassischerweise eine familienersetzende Hilfe. Kinder wurden aus den Familien herausgenommen und in Institutionen erzogen. Der Kontakt zu den Eltern wurde stark eingeschränkt“, erklärt Thorben Düvel, Geschäftsführer der in Hann. Münden ansässigen privat-wirtschaftlichen Jugendhilfeeinrichtung Haus Tannenkamp. Das müsse aber oftmals gar nicht sein, erklärt der Jugendhilfeexperte, da in der Regel keine Gefährdung der Kinder in den Familien vorläge. Vielmehr seien Eltern häufig nur mit der Erziehung und den häuslichen Aufgaben überfordert. In diesen Fällen sei eine vollständige Trennung von Eltern und Kindern nicht angebracht.

Eine innovative Antwort sei die so genannte 5-Tage-Gruppe, die auch Wochengruppe genannt werde, verdeutlicht Düvel. Die Kinder sind von Montag bis Freitag in einer Einrichtung und werden dort in ihrem schulischen und persönlichen Alltag unterstützt. Sie erlernen einen angemessenen Umgang mit Anderen und werden optimal auf ihren späteren Lebensweg vorbereitet. An den Wochenenden und in den Schulferien sind die Kinder zu Hause bei ihren Eltern. „Das verhindert eine Trennung und die gegenseitige Entfremdung“, unterstreicht Düvel, der in seiner Einrichtung bereits drei solcher Gruppen anbietet. Das Konzept kombiniere quasi die natürliche elterliche Fürsorge mit den Instrumenten der klassischen Erziehungshilfe.

Basis des Erfolges sei die intensive Arbeit mit den Eltern, welche von speziell ausgebildeten systemischen Familientherapeutinnen durchgeführt werde. Diese würden die Familien regelmäßig besuchen und kontinuierlich beraten, trainieren und unterstützen. Ziel dabei sei, deren Alltag zu erleichtern und den Umgang mit den Kindern erfolgreicher zu gestalten. Immer wenn die Kinder sich bei den Eltern aufhielten, werde eine Rufbereitschaft durch die Elternberaterinnen gewährleistet, so dass bei Krisen eine schnelle Unterstützung erfolgen könne. „Die Eltern erhalten durch die intensive Beratung Hilfe zur Bewältigung von Krisen und Problemen und werden systematisch in ihrer Erziehungsfähigkeit gestärkt“, erklärt der Jugendhilfeexperte. Dadurch werde ein Fundament für ein besseres Miteinander gelegt und den einzelnen Familienmitgliedern und der Familie als Ganzes werde nachhaltig und langfristig geholfen.

Da das Konzept im Durchschnitt bereits nach zwei Jahren Früchte trägt und die Kinder dann wieder vollständig in ihr Zuhause zurückkehren können und die Betreuung nur fünf statt sieben Tage pro Woche umfasst, werden auch Kosten gespart. „Die monatlichen Betreuungskosten sind im Verglich zur klassischen Heimunterbringung um 10% geringer. Die Kosten für den gesamten Hilfezeitraum können sich somit im Idealfall sogar halbieren“, rechnet Düvel vor.

Das Haus Tannenkamp bietet dieses Betreuungskonzept bereits seit 2001 mit großem Erfolg an. Im Jahr 2005 konnte aufgrund der hohen Nachfrage von Jugendämtern und der Eltern eine zweite Wohngruppe eröffnet werden. Im Herbst letzten Jahres kam eine dritte Gruppe hinzu. Innerhalb dieses Segmentes der Hilfen zur Erziehung ist das Haus Tannenkamp dadurch der größte Anbieter in Niedersachsen.

Weitere Informationen erhalten Interessenten auf der Internetseite www.tannenkamp.de oder unter der Rufnummer 05541 / 90500.
Das Haus Tannenkamp ist seit 1981 als privat-wirtschaftlich geführter Träger der Kinder- und Jugendhilfe anerkannt und hat seinen Sitz im südniedersächsischen Hann. Münden im Kreis Göttingen. In sechs Wohngruppen mit unterschiedlichen pädagogischen Konzepten werden Kinder und Jugendliche mit besonderen Problemstellungen und Förderbedarfen betreut und individuell in ihrer geistigen, körperlichen und persönlichen Entwicklung unterstützt. In den verschiedenen Schwerpunktbereichen gelten höchste Qualitätsansprüche an die fachliche und pädagogische Betreuung und die räumliche Ausstattung der einzelnen Häuser und Gruppen. Im Mittelpunkt des Angebotes steht die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes bzw. Jugendlichen. Maximen der Einrichtung sind Individualität, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit. Das Haus Tannenkamp ist Mitglied im Bundesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e.V.

Weitere Informationen unter www.tannenkamp.de.
Haus Tannenkamp GmbH
Thorben Düvel
Tannenkamp 51
34346 Hann. Münden
+49 5541 90500
+49 5541 905050
www.tannenkamp.de

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