Große Allianz für nachhaltigen Kakaoanbau

Zertifizierungen zeigen kontrollierte Erzeugnisse

Große Allianz für nachhaltigen Kakaoanbau

Foto: stock.adobe.com / TristanBM (No. 6104)

sup.- Die Bundesregierung, die deutsche Süßwarenindustrie, der Lebensmittelhandel sowie zivilgesellschaftliche Organisationen – ein breites Bündnis kümmert sich um die Herkunft der Schokolade, die in Deutschland konsumiert wird. Der große Zusammenschluss macht Sinn, denn es geht auch um eine große Aufgabe: Noch immer sind viele Kakaobauern in den Anbauländern von einem existenzsichernden Einkommen für sich und ihre Familien weit entfernt. Und noch immer gefährden Rodungen für unkontrollierte Kakaoplantagen eines der wichtigsten Ökosysteme der Erde – den Waldbestand in den Tropen. Das gesellschaftliche Bündnis “Forum Nachhaltiger Kakao” hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Arbeits- und Lebensumstände der Kakaobauern zu verbessern und gleichzeitig die Schonung der natürlichen Ressourcen und der Biodiversität in den tropischen Anbauregionen zu gewährleisten.

Bevor wir in Deutschland ein Stück Schokolade genießen können, haben die Zutaten eine weite Reise und zahlreiche Fertigungsschritte absolviert. Das Kakao-Forum betont die Notwendigkeit, über diese gesamte Erzeugungs- und Lieferkette auf soziale, ökologische und wirtschaftliche Standards zu achten. “Wir müssen eine Überprüfbarkeit der Maßnahmen herstellen und auch die Regierungen der Erzeugerländer mit in die Pflicht nehmen”, sagt Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Nur so kann es beispielsweise gelingen, möglichst vielen Bauern in Schulungen die maßgeblichen Kenntnisse in Anbautechniken, Buchhaltung und Betriebsführung zu vermitteln, die für ein höheres Einkommen und eine größere wirtschaftliche Unabhängigkeit notwendig sind. Denn Informationsmängel sind häufig die entscheidende Ursache für agrarische Fehler beim Kakaoanbau.

Das “Forum Nachhaltiger Kakao” kooperiert aus diesem Grund eng mit standardsetzenden Vereinigungen wie Fairtrade, Rainforest Alliance Certified oder UTZ Certified. Gemeinsam entwickelte Zertifizierungssysteme schaffen die Voraussetzung, dass Unternehmen aus Industrie und Handel sich bewusst und nachvollziehbar für kontrollierte Erzeugnisse entscheiden können. Und damit wird die breite gesellschaftliche Allianz für nachhaltig produzierten Kakao auch um den wichtigsten Mitstreiter erweitert: den Verbraucher. Er hat anhand der anerkannten Zertifizierungen heute die Möglichkeit, mit seiner Produktauswahl beim Einkauf einen wichtigen Beitrag zu Umweltschutz, sozialer Gerechtigkeit und Wirtschaftlichkeit auf den Kakaoplantagen zu leisten.

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Redaktion Andreas Uebbing

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