Es brechen volatile Zeiten an den Börsen an

Es brechen volatile Zeiten an den Börsen an

(Bildquelle: https://pixabay.com/)

Die Richtungswechsel an den Börsen treten aktuell häufiger auf. So gab es in der jüngsten Vergangenheit nicht mehr nur die beruhigende Kursentwicklung gen Norden. In den vergangenen Tagen wechselte unser deutscher Leitindex nämlich die Richtung, auch wenn er wieder umkehrte. Immer wenn neue Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung über den Ticker laufen, die die zukünftigen Probleme beleuchten, dreht die Börse.

Die Nachrichten, die die Börse beweg(t)en

Die am 17.8.2018 veröffentlichten Daten zur Leistungsbilanz der Eurozone im zweiten Quartal besagen, dass die Netto-Aktienzuflüsse von monatlich 25 Milliarden Euro seit der Frankreichwahl im Mai 2017 vollständig versiegten. Die Kapitalabflüsse am Rentenmarkt stabilisierten sich jedoch bei 30 Milliarden Euro pro Monat – immerhin eine Erholung, nachdem es im Schlussquartal 2017 über 60 Milliarden Euro gewesen waren. Die Europäer selbst verkauften im zweiten Quartal jeden Monat sogar nur noch Euro-Anleihen in Höhe von 5 Milliarden Euro, da sich die Jagd auf Rendite im Ausland verlangsamt. Doch ausländische Investoren dominieren momentan, zeigen sich weiter nervös und halten den Euro zurück.

Die Agentur Reuters meldete unter Berufung auf Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin zudem, dass der deutschen Industrie vor dem Hintergrund des Handelskonflikts mit den USA die Aufträge so stark wie seit rund anderthalb Jahren nicht mehr weggebrochen seien. Fakt ist demnach, dass das Neugeschäft im Juni um sage und schreibe 4 Prozent im Vergleich zum Vormonat rückläufig gewesen sei. Damit ist der Rückgang deutlich stärker als erwartet ausgefallen. Laut Reuters seien Ökonomen von einem Minus von nur 0,4 Prozent ausgegangen. Das Ministerium merkte überdies an, dass bei der Entwicklung auch Verunsicherungen durch die Handelspolitik eine Rolle gespielt haben dürften. Die Auslandsnachfrage nach deutschen Industriegütern nahm im Juni insgesamt um 4,7 Prozent ab. Dabei verringerten sich die Bestellungen aus der Eurozone um 2,7 Prozent, während das Geschäft mit dem Rest der Welt um 5,9 Prozent nachließ. Die Inlandsnachfrage schrumpfte um 2,8 Prozent. Kein Wunder also, dass die Schar der Ökonomen die Entwicklung in der gesamten Industrie Reuters zufolge vorsichtiger einschätzt.

Dazu passt auch, dass der an der Börse viel beachtete Ifo-Geschäftsklimaindex speziell im produzierenden Gewerbe keinen Anlass mehr für Euphorie gibt. Im verarbeitenden Gewerbe ist der Index im ersten Halbjahr das sechste Mal in Folge gesunken. Grund hierfür waren merklich schlechtere Lageeinschätzungen der Industriefirmen. Die Nachfragedynamik verlor an Schwung. Auch im Juli fiel der Index noch einmal, wenn auch nur leicht.

Und der DAX?

An der Börse wird bekanntlich die Zukunft gehandelt. Und so ist es auch nicht verwunderlich, dass der DAX sich aufgrund der schlechten Prognosen von seinen Höchstständen verabschiedet. Sehr kühne Optimisten sahen den DAX schon bei bisher noch nie erreichten 14 000 Punkten und höher. Wir vom NDAC gehören jedoch zu den Realisten. Der DAX wird sich, je näher die Einschläge kommen (schlechte Konjunkturzahlen, Auswirkungen der Sanktionen, Turbulenzen an der Währungsfront, steigende Zinsen in den USA, eine wie auch immer geartete Finanzkrise etc.), ganz schnell vom Aufwärtskurs verabschieden und abtauchen.
Was können Kleinanleger tun?
Kleinanleger sind meistens bequem, kostenbewusst, wählen einen ETF auf den deutschen Leitindex und freuen sich, wenn der DAX stetig steigt. Kleinere Schwankungen nehmen sie in Kauf, und wenn ein paar Tage später wieder alles nach oben dreht, dann ist die Welt in Ordnung. Wir haben schon ein paarmal darüber geschrieben, dass die heutige Anlegergeneration nach dem weltweiten Finanz-Desaster von 2008 nur steigende Börsenkurse gewöhnt ist.

Aber:
Mit 12 916 Punkten im Januar 2018 gestartet, sank der Performanceindex (WKN 846900) im August, bedingt durch die unsichere wirtschaftliche und politische Weltlage, sukzessive auf 12 166 Punkte. Auch wenn er sich aktuell mit rund 12 400 Punkten etwas erholt hat, müssen wir sagen, dass das Börsenjahr 2018 noch nicht vorbei ist. Die Zeichen stehen auf Gegenwind, und so bequem ein passiver ETF auch ist, er wird immer dem zugrunde liegenden Index folgen, leider eben auch nach unten.

Fazit

Dass es auch anders geht, zeigt unser NDAC-Aktienfonds. Denn wir konnten das Kapital unserer Investoren erhalten trotz des starken Kurseinbruchs beim DAX. Das liegt zum einen daran, dass wir nicht nur auf den DAX fokussiert sind, sondern auch Werte aus der zweiten und dritten Reihe in unser Portfolio aufgenommen haben, die in der Regel nicht so stark schwanken wie die deutschen Bluechips. Zum anderen haben wir uns mit ausgewählten internationalen Aktien eine weitere Sicherheit geschaffen. Und wir sind ständig am Markt aktiv und können damit den Folgen eines Kurseinbruchs auch in Zukunft durch Kaufen, Halten und Verkaufen entgegenwirken.

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