Eisheilige haben es dieses Jahr sehr eilig

Zu den Eisheiligen, auch Eismänner oder gestrenge Herren genannt, zählen drei (regional unterschiedlich auch vier oder fünf) Namenstage von Heiligen im Mai. Die Eisheiligen sind in Mitteleuropa meteorologische Singularitäten . Laut Volksglaube wird das milde Frühlingswetter erst mit Ablauf der „kalten Sophie“ stabil.

Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Kalte Sophie, so heißen die fünf eisigen Brüder und Schwestern, die jedes Jahr zwischen dem 11. und 15. Mai auf dem Kalender stehen.Freilich halten sie sich nicht an den Kalender oder bleiben ganz aus, doch dieses Jahr wollen es die fünf mal wieder wissen..so einige namhafte Wetterdienste.

Zehn Tage früher finden die Eisheiligen direkt mit dem Monatswechsel den Weg in unser Land. Zur Wochenmitte drohen im Norden und Osten verbreitet Fröste um minus 3 Grad, örtlich bis minus 5 Grad und damit Frostschäden.

Der erste Eisheilige Mamertus, auch Eismann oder gestrenger Herr genannt, hat nur Gültigkeit für den Norden, wo die kalte Luft herkommt. Die folgenden drei Eisheiligen gelten für das gesamte Land und die Kalte Sophie nur für den Süden Deutschlands, da sich dort die nächtliche Kälte erfahrungsgemäß am längsten hält.

Den Eisheiligen liegt ursprünglich eine Witterungssingularität zugrunde. Diese haben teilweise, wie das Weihnachtstauwetter, eine 65 bis 75%-ige Eintreffwahrscheinlichkeit. Doch bei den Eisheiligen lässt sich das in den letzten Jahrzehnten kaum noch bestätigen. Immer häufiger bleiben die kalten Tage aus, erfassen nur einen Teil des Landes, sind sehr zahm oder kommen deutlich früher oder später.

Eigentlich liegen die Eisheiligen zwischen dem 23. und 27. Mai, doch durch die gregorianische Kalenderreform verschob sich dieser Zeitraum um 12 Tage nach vorne. Ein Blick in die Statistik belegt denn auch, dass uns Kaltlufteinbrüche am häufigsten zwischen dem 21. Mai und 23. Mai ereilen. Was sagt Ihnen dann eine alte Bauerregel : „Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz. “

Der heilige Servatius wird am 13. Mai gefeiert; er war Bischof von Tongern (heutige Niederlande) im vierten Jahrhundert. Er starb am 13. Mai 384 in Maastricht. In ganz Westeuropa breitete sich seine Verehrung schnell aus. Sein Grab in der Servatiuskirche in Maastricht wurde ein vielbesuchtes Wallfahrtsziel. Interessant: Er, der Eisheilige, wird auch dargestellt als Pilger in der Sonnenhitze, den ein Adler mit seinen Schwingen vor den Sonnenstrahlen schützt und ihm Luft zufächelt.

An den heiligen Märtyrer Bonifatius von Tarsus erinnert die Kirche am 14. Mai. Wenig ist über ihn bekannt. Er wird oftmals mit dem „Apostel der Deutschen“ verwechselt, dessen Gedenktag allerdings erst am 5. Juni ist. Die „kalte“ Sofie starb im nicht selten heißen Rom als Märtyrerin unter Diokletian um 305; ihr Gedenktag ist der 15. Mai. Ihre sterblichen Überreste sollen unter Papst Sergius II. (844-847) in der Kirche S. Martino ai Monti in Rom beigesetzt worden sein.

Quelle pressrelations.de

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