Deutscher-Tierhilfe-Verband und Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ überreichen 45.000 Unterschriften gegen Kaninchenmast-Betriebe an Behörde

Deutscher-Tierhilfe-Verband und Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ überreichen 45.000 Unterschriften gegen Kaninchenmast-Betriebe an Behörde

Mitarbeiter des Deutschen Tierhilfe Verbandes, offizieller Partner des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke“, sowie Aktivisten des Bündnisses haben die im letzten Jahr gesammelten Unterschriften von Menschen, die sich im Kampf für eine artgerechte Kaninchenhaltung engagieren, dem zuständigen Bundesministerium übergeben. Über 70 Vereine und Organisationen konnten bundesweit mehr als 45.000 Unterschriften gegen die erschütternden Zustände in deutschen Kaninchenmastanlagen sammeln.
„Die Übergabe der Unterschriften ist ein wichtiges Symbol für unsere Kampagne. Die enorme Beteiligung ist ein Zeichen dafür, dass das Thema Kaninchenmast auch in der Bevölkerung aktuell diskutiert wird“, kommentiert Michael Freitag, Mitarbeiter der Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Tierhilfe Verbands.
Gerade in der vorösterlichen Zeit zieht der Konsum von Kaninchenfleisch erfahrungsgemäß regelmäßig an, weshalb das Bündnis verstärkt auf das Thema aufmerksam machen möchte. „Die Unterschriftenaktion war ein voller Erfolg. Wir haben den Zeitpunkt der Übergabe bewusst gewählt, um kurz vor Ostern auf die Situation der Mastkaninchen aufmerksam zu machen. Dass die Haltung der Tiere bisher nicht gesetzlich geregelt ist, ist eine Schande für die deutsche Agrarpolitik. Wir sehen dringenden Handlungsbedarf und möchten mit unserer Kampagne auch die verantwortlichen Politiker endlich zu den nötigen Entscheidungen aufrufen“, so Ingo Schulz, Sprecher des Bündnisses „Kaninchenmast, nein danke“.
Kaninchenfleisch ist für viele immer noch eine gesunde Alternative zu Rind oder Schwein, es gilt als cholesterinarm, hat einen niedrigen Fett-, dabei aber hohen Eiweißgehalt. Über 25 Millionen Kaninchen werden jedes Jahr verspeist – doch die meisten Verbraucher wissen nicht, woher das Fleisch der Tiere stammt, das in den Supermärkten verkauft wird.
Deutschlandweit gibt es etwa 100 industrielle Kaninchenmastanlagen, in denen Kaninchen – ähnlich wie Hühner in den mittlerweile verbotenen traditionellen Legebatterien – in engen Käfigreihen gehalten werden. Die Drahtgitterkäfige haben keine Böden, sodass Kot und Futterreste nicht im Käfig bleiben. Jedoch schneiden die Gitter in die empfindlichen Pfoten der Tiere und verursachen schwere Verletzungen; durch die von den sich unter den Käfigen auftürmenden Kotbergen hochsteigenden Ammoniakgase leiden Mastkaninchen zudem häufig an entzündeten Schleimhäuten. Doch eine „Verlustrate“ im zweistelligen Prozentbereich nehmen Kaninchenmäster bei ihrer Arbeit in Kauf.
Die Kaninchenmast zählt zu den wenigen Zweigen der Agrarindustrie, die in Deutschland noch nicht durch tierschutzrelevante Auflagen geregelt werden, einzig der Mäster entscheidet über das Wohl der Tiere. Um endlich den Erlass verbindlicher Richtlinien für eine artgerechte Haltung von Kaninchen zu erreichen, hat sich das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke“ gegründet, der Deutsche Tierhilfeverband gehört seit langem zu den offiziellen Partnern.
Vor wenigen Tagen erst sorgte eine öffentlichkeitswirksame Aktion in Berlin für Aufsehen: Janine Habeck, „Playboy-Playmate des Jahrtausends“ und weitere Models engagierten sich als „Bunnys für Bunnys“. Für ein Fotoshooting posierten die leichtbekleideten Models im Kaninchenkostüm; später verteilten sie in der Berliner Innenstadt Flugblätter der Kampagne. Die Aktion stieß auf reges Interesse der Berliner Bevölkerung, viele Medien berichteten.

Weitere Informationen zum Thema Kaninchenmast finden Sie unter www.kaninchenmast.info. Hier finden Sie auch einen Trailer zur aktuellen Videodokumentation von „Kaninchenmast, nein danke.“
Weitere Informationen über die Arbeit des Deutschen-Tierhilfe-Verbandes finden Sie unter www.deutschertierhilfeverband.de.

Der bundesweit arbeitende Deutsche Tierhilfe Verband (DTV) setzt sich aktiv und effektiv für den Tierschutz ein. Der DTV-Schwerpunkt liegt in der Unterstützung von Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen im In- und Ausland sowie in der gezielten Öffentlichkeitsarbeit, um Tierleid bereits in der Entstehung zu verhindern. Aber auch durch die Verknüpfung mit anderen Organisationen setzt sich der eingetragene Verein für die Umsetzung von tierschutzrelevanten Themen auf politischer und regionaler Ebene ein – Gemeinsam verhindern wir Tierquälerei, so das Leitmotto des Deutsche Tierhilfe Verbands.
Deutscher Tierhilfe Verband e.V.
Michael Freitag
Im faulen Hohl 3
34386
Trendelburg
deutschertierhilfeverband@googlemail.com
Mobil: 0151-55955558
http://www.deutschertierhilfeverband.de

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