An Spielzeug und Kinderkleidung wird nicht gespart

Im Vorfeld der Internationalen Messe Kind und Jugend in Köln verspricht der Handel stabile Preise / Verbraucher setzen verstärkt auf Qualität

Trotz Finanz- und Wirtschaftskrise sparen Eltern und Großeltern derzeit nicht an den Ausgaben für Spielzeug und Bekleidung ihrer Kinder und Enkel. Im Rahmen der Wirtschaftspressekonferenz zur Internationalen Fachmesse Kind und Jugend in Köln wies der Stellvertretende Geschäftsführer des Bundesverbandes des Spielwaren-Einzelhandels e.V. (BVS), Steffen Kahnt darauf hin, dass die Bundesbürger im vergangenen Jahr trotz rückläufiger Geburtenzahlen und allgemeiner Krisenstimmung im Vergleich zu 2007 fünf Prozent mehr für Baby- und Kleinkindspielzeug ausgegeben haben. Für das laufende Jahr sei eine weitere Umsatzsteigerung um drei Prozent auf rund 300 Millionen Euro möglich, falls “Eltern und Großeltern weiter in Spendierlaune bleiben”, so Kahnt im Vorfeld der Messe, die vom 17. bis 20. September in der Domstadt stattfindet.

Vorerst müssen die Verbraucher für Kinderbekleidung, Spielwaren und Kinderwagen nicht mit Preiserhöhungen rechnen, betonten Sprecher des Handels übereinstimmend. Die Kinder im Alter bis zu drei Jahren bekommen nach Angaben von Kahnt im Durchschnitt Spielzeug im Wert von 143 Euro pro Jahr. Gegenüber 2004 sei das ein Plus von 40 Prozent, freute sich der Experte, nach dessen Worten das Wachstumspotential für Spielwaren dieser Altersgruppe noch nicht ausgeschöpft ist. Nach Angaben des Vorsitzenden des Fachbeirates der Messe Kind und Jugend, Jürgen Horst Dörfler gab es im bisherigen Jahresverlauf 2009 deutliche Zuwächse vor allem bei Lernspielzeug und Spielwaren, ebenso bei Autokindersitzen. Dem Wachstumssegment der Spielwaren für die Altersklassen der 0- bis 4-Jähringen wird dementsprechend zur Kind und Jugend 2009 einen großzügigen Bereich in Halle 11.3 schaffen, auf dem rund 200 Ausstellern ihre Produkte präsentieren. Umstandsmode und Kinderwagen sind dagegen im Vorjahresvergleich schlechter verkauft worden. Und im Kindermöbelbereich ist beim Verkauf bislang laut Dörfler sogar “ein erhebliches Minus” zu verzeichnen.

Was die kürzlich von der Stiftung Warentest kritisierten schadstoffhaltigen Kinderwagen anbelangt, kritisierte Dörfler “die wahrscheinlich häufig aus asiatischer Produktion stammenden Artikel”. Er forderte die inzwischen für Spielzeug geltenden Umwelt- und Schadstoff-Vorschriften müssten auch für Kinderwagen Geltung haben. An die Hersteller appellierte Dörfler, die Produktionsverfahren zu ändern und die Zulieferer auf Schadstofffreiheit zu verpflichten. “Kinderwagen, in denen das wichtigste Gut einer Gesellschaft transportiert wird, müssen doch zumindest einfachen Anforderungen der Humanökologie genügen”, betonte der Experte im Vorfeld der weltweit führenden Messe für diese Branche, an der sich in diesem Jahr nach den Worten von Koelnmesse Geschäftsführer Oliver P. Kuhrt insgesamt 776 Unternehmen aus 40 Ländern beteiligen.

Auch das Umsatzvolumen für Baby- und Kinderbekleidung in Deutschland lag Ende 2008 nach Angaben des Bundesverbandes des Deutschen Textileinzelhandels e.V. (BTE) mit 2,7 Milliarden Euro stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Auch im bisherigen Jahresverlauf habe es noch keine Umsatzeinbrüche, sondern mit einem Minus von 1,5 bis drei Prozent lediglich “normale Schwankungen” gegeben, erklärte der Hauptgeschäftsführer des BTE, Jürgen Dax. Nach seinen Worten liegen die derzeitigen Ausgaben von Eltern und Großeltern für ihre Kinder inzwischen jährlich bei 319 Euro für Bekleidung, 279 Euro für Taschengeld und 180 Euro für Spielzeug. In die Fachgeschäfte kommen laut Dax inzwischen zwar etwas weniger Kunden, die ließen aber wiederum mehr Geld im Laden. Zudem verzeichnet die Branche einen anhaltenden Trend hin zu Qualitätswaren, für die die Kunden auch durchaus bereit sind, etwas mehr Geld zu bezahlen.

Dies bestätigte auch Steffen Kahnt vom Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels. “Gefragt sind Qualität, Marke und Sicherheit”, betonte Kahnt. Die Käufer würden “lieber gut, als viel schenken”, meinte der Experte. In Zeiten der Krise würde auch beim Spielzeug und bei der Kinderbekleidung eine Rückbesinnung aufs Gute einsetzen. “Auch in der Krise erfreuen sich die Deutschen an strahlenden Kinderaugen und schauen nicht so sehr aufs Geld, so ein Sprecher der Branche am Mittwoch weiter. Das habe sicherlich auch damit zu tun, dass man gerade in schwierigen Zeiten in der Familie “die heile Welt um sich herum aufrechterhalten” wolle.

Im Vergleich zum Vorjahr wuchs die Bruttoausstellungsfläche für die Messe Kind und Jugend nach den Worten von Kuhrt um 20.000 auf nunmehr rund 100.000 Quadratmeter an. Rund 610 Anbieter stammen aus dem Ausland. Die stärksten Auslandsbeteiligungen stellen Großbritannien, die Niederlande, Italien, Spanien, Frankreich und Polen. Die Messe, zu der im vergangenen Jahr deutlich über 16.000 Fachbesucher aus dem In- und Ausland kamen, präsentiert vier Tage lang Trends und Neuheiten rund ums Thema Kind und Jugend. Neben Bekleidung und Spielwaren sind Kinderwagen, Hygieneartikel, Kindersitze, Kindermöbel und Umstandsmode für werdende Mütter auf der Kind und Jugend 2009 zu finden.

Weitere Informationen und Services rund um die Kind + Jugend finden Sie unter www.kindundjugend.de

Kind + Jugend 17. bis 20. September 2009

Quelle (lifePR)

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