ADAC: Verkehrspolitik muss sich am Bedarf orientieren

Fernstraßeninfrastruktur / Steigende Verkehrsbelastung macht Aus- und Neubau erforderlich

Die Verkehrsbelastung auf der Straße wird in den kommenden Jahren weiter stark zunehmen. Die im Bundesverkehrswegeplan für 2015 vorhergesagten Verkehrsmengen werden laut ADAC sowohl im Güter- wie auch im Personenverkehr bereits im Jahr 2010 erreicht. Allein der Straßengüterverkehr wird bis zum Jahr 2025 um rund 85 Prozent wachsen. Damit Deutschland das prognostizierte Verkehrswachstum bewältigen kann, fordert der Automobilclub die Politik auf, sich am tatsächlichen Bedarf zu orientieren und die Finanzierung wichtiger Fernstraßenprojekte sicherzustellen.

“Investitionen in die Straße sind Zukunftsinvestitionen”, sagt ADAC-Vizepräsident für Verkehr, Ulrich Klaus Becker. “Der Sanierungsbedarf des bestehenden Straßennetzes wächst kontinuierlich und insbesondere der bedarfsgerechte Aus- und Neubau des Autobahnnetzes muss endlich vorangetrieben werden.” Bis zum Jahr 2020 müssen nach Berechnungen des ADAC 2 750 Kilometer Autobahn ausgebaut und 1 600 Kilometer neu gebaut werden. Zur Finanzierung des Fernstraßenbaus müsste der Bund jährlich sieben Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Tatsächlich sind bis 2011 deutlich weniger als fünf Milliarden Euro pro Jahr vorgesehen – trotz weiter wachsender Einnahmen aus der Lkw-Maut, die ursprünglich größtenteils zusätzlich für die Straße zur Verfügung stehen sollten.

Der kürzlich vom Bundesverkehrsminister vorgelegte Masterplan wird nach Ansicht des ADAC den dringenden Herausforderungen der Verkehrspolitik – gerade auch beim Infrastrukturausbau – nicht gerecht. Zudem droht durch die angekündigte Anlastung so genannter externer Kosten eine weitere ungerechtfertigte Verteuerung des Straßenverkehrs. Dabei leisten die Autofahrer in Deutschland jährliche Abgaben und Steuern in Höhe von rund 53 Milliarden Euro, denen lediglich 17 Milliarden Euro an staatlichen Ausgaben für den Ausbau und Unterhalt der Straßen gegenüberstehen. Laut Club überschätzt das Bundesverkehrsministerium weiterhin auch die Leistungsfähigkeit der Schiene, die auch in Zukunft nur eine wichtige Ergänzung zur Straße sein kann.

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Herr Andreas Hölzel
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Quelle (lifePR)

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