1. FC Köln: War das Verbot von Zuschauern im Kölner Stadion am Ende doch unnötig?

Große Verwirrung herrschte am Freitag rund um den Heimspielauftakt des 1. FC Köln gegen Hoffenheim.

Eigentlich sollten insgesamt 9.200 Zuschauer live im Müngerdorfer Stadion beim Saisonauftakt der Geißböcke dabei sein dürfen, doch dann sickerte Freitagmittag zunächst durch, dass das Spiel wohl doch ohne Zuschauer stattfinden muss.

Im weiteren Verlauf des Tages wurde dies aber wieder dementiert und es hieß, eine endgültige Entscheidung werde wohl erst Samstagmorgen kurzfristig vor dem Spiel getroffen.

Eine erneute – für alles Fans, die auf eine Rückkehr ins Stadion gehofft hatten – traurige Wende, folgte dann am späten Freitagabend, das offizielle Statement, dass die Zuschauer leider doch draußen bleiben müssen.

Grenzwert überschritten, oder nicht?

Am Anfang der Woche hatten sich die Bundesländer gerade erst darauf geeinigt, an diesem Bundesligawochenende die Stadien erstmals wieder teilweise für Zuschauer zu öffnen.

Dabei wurde aber ein Grenzwert von 35 festgelegt, den die Stadt bzw. der Kreis in dem das Spiel stattfindet, bei der 7-Tages Inzidenz nicht überschreiten darf. Sprich sobald sich im Schnitt 35 Menschen pro 100.000 Einwohnern in den letzten 7 Tagen infiziert haben, ist die Stadionöffnung für Zuschauer wieder hinfällig. So dann auch am Freitag geschehen beim Spiel des FC Bayern München gegen Schalke 04.



Der Grund für das Hin und Her in Köln lag an der zum einen knappen Entscheidung, ob man den Grenzwert überschreitet oder nicht. Erschwerend kam aber hinzu, dass die Zahl von der für Samstag alles abhing nur geschätzt werden konnte.

So lagen die Schätzungen offiziellen Quellen zu Folge zwischen 34,8 (Zuschauer hätten reingedurft) und 35,2 (keine Zuschauer erlaubt).

Tatsächliche Zahl doch niedriger?

Doch blickt man heute auf die offiziellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts, die eigentlich die maßgeblichen Zahlen für die Entscheidung liefern, dann dürfte sich so mancher Fan des 1. FC Köln verwundert die Augen reiben und bei denen, die am Samstag reingedurft hätten, wahrscheinlich auch Wut aufkommen.

Der offizielle Wert für Köln wird nämlich auf der Webseite des RKI mit 34,2 angegeben.

Hat man also womöglich falsch geschätzt und somit unnötigerweise die Zuschauer kurzfristig wieder vom Spiel ausgesperrt?

Oder liegt es einfach nur daran, dass Nachmeldungen von Neuinfektionen teilweise einige Tage später erst in der Statistik erfasst werden?

Andererseits, selbst wenn das letztere der Fall ist, dann offenbart es zumindest ein großes Problem in der Beurteilung, ob ein Spiel mit Zuschauern stattfinden kann oder nicht, gerade wenn es wie in Köln so nah rund um den Grenzwert liegt.

FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle hatte bereits am Samstag gefordert, dass dringend geklärt werden muss, zu welchem Zeitpunkt eine endgültige Entscheidung getroffen wird, denn der Verein braucht auch Planungssicherheit. Zudem müsse vermieden werden, dass mit zweierlei Maß gemessen wird.

Im besten Fall sollte das natürlich zu einem Zeitpunkt sein, an dem die Zahlen möglichst belastbar und nicht geschätzt sind.

War der Ausschluss der Zuschauer trotzdem richtig auf Grund der ungenauen Datenlage, auch wenn der Grenzwert am Ende doch knapp unterschritten wurde, was ist Ihre Meinung?

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Quelle Schlaunews.de

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